Das Tauchen, oder genauer gesagt, das Sporttauchen eignet sich hervorragend, die beeindruckende und teils bizarre Welt unter Wasser zu erleben. Gleichzeitig birgt das Tauchen allerdings auch immer ein gewisses Risiko und ist bei weitem nicht völlig harmlos.
Aus diesem Grund können Sie nicht „einfach drauf lostauchen”, sondern müssen zuvor eine Tauchausbildung absolvieren.
Tauchausbildung – PADI,VDST & Co
Dabei gibt es verschiedenste Systeme beziehungsweise Organisationen, welche diese Ausbildung anbieten. In Deutschland ist das zum Beispiel der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST), während es im internationalen Bereich viele Organisationen wie PADI, CMAS und viele mehr gibt.
Die Ausbildung und deren Inhalte unterscheiden sich leicht, je nach Organisation, schließen aber alle mit dem Erwerb des Tauchscheins ab.
Tauchtauglichkeitsuntersuchung
Zusätzlich zum vorgeschriebenen Tauchkurs ist es außerdem empfehlenswert sich vorher beim Arzt Ihres Vertrauens einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung zu unterziehen. Im Verlauf dieser Untersuchung wird Ihr Herz, sowie Ihr Kreislaufsystem untersucht. Außerdem erfolgt eine Untersuchung der Lunge, der Ohren und der Nebenhöhlen. Auch wenn die Untersuchung – in Deutschland – bisher lediglich für Berufstaucher gesetzlich vorgeschrieben ist, sollten Sie sich die Tauchtauglichkeit vorher attestieren lassen, um das Risiko zu minimieren und unangenehmen Überraschungen vorzubeugen.
Unter Umständen kann dieses Attest im Falle eines Zwischenfalls auch im Dialog mit der Versicherung hilfreich sein.
Apnoe- oder Gerätetauchen?
Beim Sporttauchen wird zwischen Apnoetauchen und Gerätetauchen unterschieden.
Beim Apnoetauchen tauchen Sie ohne Luftversorgung und auch ohne Ausrüstung, von Maske und Flossen abgesehen.
Das Gerätetauchen zeichnet sich vor dadurch aus, dass Sie mit einer Atemluftversorgung auf Entdeckungstour gehen.
Die Ausrüstung besteht aus dem Atemgas, dem Lungenautomat, einem Taucheranzug, Maske, Schnorchel, Flossen, Kompass, Messgerät zur Kontrolle des Atemgasvorrats.
Tiefenrausch und Dekompressionskrankheit – Risiken beim Tauchen
Tauchen Sie mit Pressluft, kann es zu einem sogenannten ‚Tiefenrausch’ kommen. Typische Symptome des Tiefenrausch sind metallisch schmeckende Luft, Übermut, Verlust des Zeitgefühls und der Orientierung, Panikattacken und sogar Bewusstlosigkeit.
Sollte ein oder auch mehrere Symptome auftreten, sollte der Tauchgang in geringerer Tiefe weitergeführt werden, je nach Symptom und Stärke muss der Tauchgang unter Umständen komplett abgebrochen werden.
Beim Tauchen kann es generell auch zur ‚Dekompressionskrankheit’ kommen.
Abhängig von der Länge des Tauchgangs und der Tiefe in der getaucht wird, kommt es zu einer Anreicherung von Stickstoff im Körper. Dieser Stickstoff muss beim Auftauchen wieder aus dem Körper entweichen. Aus diesem Grund muss der Aufstieg langsam, je nach Tiefe und Dauer des Tauchgangs sogar mit Pausen, erfolgen.
Bei der ‚Dekompressionskrankheit’ werden je nach Stärke verschiedene Typen (I – III) unterschieden.
Egal bei welchem Typ, Sie sollten immer ein Arzt aufsuchen, sobald Symptome auftreten, denn der Typ I ist der Vorläufer des weit gefährlicheren Typ II und deshalb sollte auch nach Abklingen der Symptome eine Druckkammerbehandlung durchgeführt werden.
Zu den Symptomen der Dekompressionskrankheit zählen u.a. Juckreiz, Druckempfindlichkeit der Muskeln, Gelenkschmerzen, Bewegungseinschränkungen, blaurote Schwellungen (Typ I), Bewusstseinstrübung, die in Bewusstlosigkeit übergeht, Halbseitenlähmungen, Ausfälle von Extremitäten (Typ II), sowie Brechreiz, Übelkeit, Schwindel und Ohrgeräusche.
Fazit
Die Risiken beim Tauchen sind nicht zu unterschätzen! Mit einer entsprechenden Vorbereitung und der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und Hinweise lassen sich die Risiken allerdings auf ein sehr geringes Maß reduzieren und es steht einem unvergesslichen Erlebnis nichts im Wege.
Um sich weiterführend über das Tauchen an sich oder über die bestehenden Risiken zu informieren, können Sie gerne die folgenden hilfreichen Seiten besuchen:
Verein deutscher Sporttaucher (VDST)

Ein Kommentar
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Freizeitgestaltung (via Pingback)
Bitte hinterlasse einen Kommentar! » Log in[...] die sich auch gern einmal unter der Wasseroberfläche bewegen. Sowohl Schnorchel- als auch Tauchtouren lassen sich schnell und mühelos [...]