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Praslin Mai 08

Praslin

Die Granitinsel Praslin wurde 1744 von dem Franzosen Lazare Picault entdeckt und diente damals Piraten als Versteck.
Heute ist sie ein begehrtes Urlaubsparadies, mit ihrer Vielzahl an malerischen Strandbuchten, die mit feinem Sand, herausragenden Granitfelsen und farbenprächtiger Natur zu Ruhe und Erholung einladen.

Die Buchten “Anse Lazio”, “Petite Anse Kerlan” und “Anse Georgette”, gehören zu den schönsten tropischen Stränden der Welt.

Zwischen Korallenriffen leben viele verschiedenfarbige Fischarten – ein bunt schillerndes Paradies für Tauchbegeisterte.

Praslin ist die zweitgrößte Insel der Seychellen. Sie erstreckt sich auf ungefähr 12 km Länge und 5 km Breite; ihre Oberfläche umfasst knapp 38 Quadratkilometer und wird von ca. 7000 Einheimischen bewohnt. Zwischen ihren beiden Gemeinden „Grand Anse“ und „Baie St. Anne“ erhebt sich der „Fond Azore“ – der höchste Berg der Insel – mit 367 Metern über dem Meeresspiegel.

Die Insel Praslin beherbergt keine großen Hotelkomplexe. Unterkünfte werden von einer stattlichen Menge an kleinen, komfortablen Hotels und Gästehäusern angeboten, mit erholsamen Naturanlagen, vereinzelt auch mit Pools.

Eine großzügige Anzahl an Restaurants sorgt für das leibliche Wohl, an manchen Stränden auch unter freiem Himmel.

Fahrrad- und Surfbrettverleih sind auf der Insel ebenso vorhanden, wie Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, wie Golf spielen, Wellness – Angebote, Tauchschule, geführte Wanderungen und mehr.
Zur Erkundung der Insel bietet sich neben Fahrrad, Taxi und Mietwagen vor allem die Nutzung des gut strukturierten Bus-Netzes an.

Für Ausflüge zu den umliegenden Inseln stehen Taxiboote, Fähren und auch Katamarane für die Überfahrt bereit – z.B. zur Nachbarinsel “La Dique”, deren bizarr geformte Granitfelsen in der Bucht “Anse Source d´Argent” zu den am meisten fotografierten Felsen der Welt gehören.

Die größte Sehenswürdigkeit der Insel liegt im Kern von Praslin – der Nationalpark “Vaileé de Mai”, ein unberührter tropischer Urwald.

Er unterliegt als Weltkulturerbe dem Schutz der UNESCO. Hier wachsen mehr als fünfzig Pflanzenarten, die nur auf den Seychellen anzutreffen sind. Auch einige seltene Vogelarten – wie der Rabenpapagei oder der Dickschnabel-Fluchtvogel – sind hier angesiedelt. Durch den Urwald hindurch windet sich ein Bach, der später in einen rauschenden Trinkwasserfall mündet.

Dieser Naturpark ist auch die Heimat der legendären „Coco de Mer“ (Meereskokosnuss), der in früherer Zeit heilende Kräfte zugesprochen wurden. Weil die ungewöhnlich geformten Kokosnüsse erstmalig am Ufer treibend aufgefunden wurden, nahm man an, dass die Nuss im Meer wachsen würde. Durch dieses Missverständnis kam die „Coco de Mer“ zu ihrem Namen. Sie kann bis zu 20 kg schwer werden und wächst auf bis zu 30 m hohen Kokospalmen. Etwa 4000 dieser Palmen stehen im Vaileé de Mai. Ihre Blätter sind von gigantischem Ausmaß, sie decken den Urwald ab, wie ein Dach, so dass Sonnenstrahlen kaum eine Chance haben, ins Innerste zu gelangen.
Der Nationalpark lässt sich über weitläufig angelegte Lehrpfade innerhalb von drei Stunden erkunden.

Eine Besichtigung wert ist auch die “Praslin Ocean Farm”. Hier werden Venus-Muscheln gezüchtet und ein Programm zur Aufzucht von Meeresschildkröten betrieben. Aquarien zeigen verschiedene Fische in ihrer Unterwasserwelt. In der `Perlenfarm´ darf bei der Fertigung von Schmuckstücken zugesehen werden. Die “Praslin Ocean Farm” befindet sich in der Nähe des Flughafens.

Kategorie: Die Inseln
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